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Asterix erobert Rom

Frankreich 1975

Durchschnittliche Bewertung:
sehr gut (4.0)
Anzahl der Bewertungen: 599

Inhalt | Kritik | Medien zum Film

Steckbrief
Originaltitel: Les douze travaux d'Astérix
Länge: 82 Minuten
Regie: René Goscinny und Albert Uderzo, Henri Gruel, Pierre Watrin
Drehbuch: Rene Goscinny, Albert Uderzo, Pierre Tchernia
Musik: Gérard Calvi
Produktionsfirma: Dargaud, Les Productions René Goscinny, Studio Idefix, José Dutillieu (Überwachung)
Soundeffekte: Henri Gruel
Technischer Leiter: Jacques Leroux

Premiere in Deutschland: 12.3.1976 (Wiederaufführungen in folgenden Jahren: 1982 und 1985)
FSK: 6 Jahre

Deutsche Fassung
  • Erzähler: Joachim Cadenbach
  • Asterix: Hans Hessling
  • Obelix: Edgar Ott
  • Miraculix: Arnold Marquis
  • Majestix: Wolfgang Völz
  • Julius Cäsar: Siegfried Schürenberg
  • Gaius Pupus: Dieter Kursave
  • Erwürdige des Gipfels: Knut Hartwig
  • Bombastik: Toni Herbert
  • Mannekenpix: Erich Fiedler
  • Zenturio: Gerd Holtenau
  • Portier: Joachim Cadenbach
  • Priesterin: Beate Hasenau
Bayerische Fassung
  • Erzähler: Andreas Neumann
  • Asterix: Michael Habeck
  • Obelix: Michael Brennicke
  • Miraculix: Toni Berger
  • Majestix: Norbert Gastell
  • Julius Cäsar: Joachim Höppner
  • Gaius Pupus: Jakob Riedl
  • Erwürdige des Gipfels: Günter Wolf
  • Bombastik: Michael Rüth
  • Mannekenpix: Walter von Hauff
  • Zenturio: Hartmut Neugebauer
  • Portier: Manfred Schmidt
  • Priesterin: Marion Hartmann

Inhalt
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Asterix erobert RomUm die Sache mit dem widerspenstigen Dorf ein für allemal zu klären, wettet Caesar mit Majestix um seinen Lorbeerkranz und die Macht über das römische Imperium, daß dessen Gallier an einer abgewandelten Fassung der zwölf Aufgaben des Herakles scheitern werden. Mit einer kräftigen Dosis Zaubertrank ausgerüstet, machen sich Asterix und Obelix unter dem wachsamem Auge des Schiedsrichters Gaius Pupus an die Arbeit.

Asterix erobert RomNachdem sie den üherschallschnellen Sprinter Merinos, den Speerwerfer Kermes und den teutonischen Ringer Bombastik bezwungen haben, verfällt Asterix beinahe den Versuchungen der Freudeninsel, bis ihn der hungrige Obelix aus seiner Verzückung reißt, als ihm die Priesterinnen kein Wildschwein servieren. Kurz darauf schlagen sie den Hypnotiseur Iris mit seinen eigenen Waffen. Im Restaurant des Mannekenpix vertilgt Obelix ein Riesenmahl und anschließend auch gleich noch eine wilde Bestie. Der Versuch, aus einem riesigen Verwaltungsgebäude ein bestimmtes Formular zu besorgen, treibt beide beinahe in den Wahnsinn, bis Asterix das System durch völlig unsinnige Formularanforderungen durcheinanderbringt. Auf einer unsichtbaren Hängebrücke überqueren sie einen krokodilgefüllten Abgrund, auf einem hohen Berg beantworten sie das Rätsel eines Alten Mannes, und auch die Geister auf dem Spukfeld stören sie nur geringfügig in ihrem Nachtschlaf. In der Arena des Kolosseums treffen Asterix und Obelix dann wieder auf ihre gallischen Freunde.

Ohne große Mühe besiegen sie gemeinsam die Gladiatoren und wilden Tiere. Der geschlagene Caesar dankt ab und zieht sich zu seiner Cleopatra zurück, während die Gallier die Herren des römischen Reiches werden.

Kritik
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Asterix erobert RomDer dritte Film stellt eine Besonderheit dar: Er wurde nicht nach einer Comic-Vorlage animiert, sondern basierte auf einem eigenen Drehbuch. Dieser Umstand ist zugleich ein Vorteil und der Nachteil des Films. Vorteilhaft ist sicherlich, dass man unabhängig von einer 48-seitigen Vorlage arbeiten konnte um einen eigenen Handlungsstrang zu kreieren, der nicht künstlich durch Tanzeinlagen oder andere "Einfälle" gestreckt werden musste. Die Geschichte an sich entwickelt sich logisch, obwohl die 12 Prüfungen, die an die Aufgaben von Herakles erinnern sollen, stets nach gleichem Muster ablaufen. Die Helden meistern jede neue Aufgabe mit zunehmender Leichtigkeit, was leider schnell an Reiz verliert. Die einzelnen Aufgaben an sich beinhalten schöne Gegenwartsanspielungen wie der aufgeblasene französische Beamtenapparat im "Haus der Verrückten" oder die Waschmittelwerbung. Selbst Anspielungen für Kenner sind gut versteckt, wie die kurze Sequenz mit der Darstellung der Comicfigur des Indianers "Umpah-Pah" von Uderzo und Goscinny. Nachteilig ist, dass man von einem Abenteuer, das nicht auf einem Comic basiert, ein wenig den feinen Humor und die Anspielungen erwartet, die die gedruckten Abenteuer zu einem Erfolg gemacht haben. Bei Adaptionen von Alben geht man von einer comichaften Seichtigkeit aus, bei dieser Eigenkreation habe ich mehr erwartet.

Asterix erobert RomDie Synchronisation im Hauruck-Stil entspricht der Qualität vieler Zeichentrickfilme aus den siebziger Jahren, es sollte eben doch "nur" Unterhaltung für die Kleinsten sein und bitte keinem besonderem künstlerischen Anspruch genügen. Dass am Ende im Angesicht der gallischen-göttlichen Überlegenheit Cäsar sogar abdankt und den Lorbeerkranz Majestix überlässt, damit dieser die Regenschaft über das römische Reich übernimmt, ist ein kleiner schwarzer Fleck auf der im großen und ganzen unterhaltsamen Weste des Films.

Wer im Zeichentrickfilm neben der überdeutlichen Satire hintersinnige Wortspiele oder gar den feinen Humor der Asterix-Hefte vermutet ist hier fehl am Platze. Den besonderen Reiz verdankt der Film einzig und allein der Besonderheit im Asterix-Universum, nämlich der bereits eingangs erwähnten Geschichte, die (zurecht) niemals Eingang in die gedruckte Asterix-Serie gefunden hat.



Medien zum Film
  • VHS Video: Sprache: Deutsch, HiFi Sound, PAL, Laufzeit: 82 Minuten, [Verfügbarkeit prüfen]
  • DVD: Format: Dolby, PAL, Surround Sound, Sprachen: Deutsch (Dolby Digital 1.0, Mono), Bayerisch - Mono (Dolby Digital), Französisch (Dolby Digital 1.0, Mono). Bildformat: 4:3, 1.66:1; DVD Features: Untertitel: Französische Fassung wahlweise mit dt. UT, PC-Spiel "Asterix - Streit um Gallien", Mitwirkende und Sprecher der bayerischen Fassung, Trailer, [Verfügbarkeit prüfen]
  • DVD-Box: Die ersten drei Asterix-Filme "Asterix der Gallier", "Asterix erobert Rom" und "Asterix und Kleopatra", technische Angaben wie Single-DVD, Artikeldetails bei Comedix
  • DVD-Collection 2004, die ersten sieben Asterix-Zeichentrickfilme in einer Box, Artikeldetails bei Comedix
  • Jubiläumsedition 2009, die ersten sieben Asterix-Zeichentrickfilme in einer Box, Artikeldetails bei Comedix
  • Serie zum Film: 12 bändige Reihe von Pestalozzi im Format 17x17 cm, Artikeldetails bei Comedix
  • Sammelalbum für 200 Bilder, Artikeldetails bei Comedix
  • Buch zum Film: Offizielles Filmbuch vom Verlag DELTA Verlagsgesellschaft mbH, Artikeldetails bei Comedix
  • Filmprogramm: Informationen zum Film, Artikeldetails bei Comedix
  • Bericht in der Zeitschrift Cinema (Ausgabe 1/1976 und 6/1982)
  • Comic zum Film: "Les 12 Travaux d'Asterix" (12 Prüfungen für Asterix), erschienen im Magazin Comixene

Rezension von Tristan Schneider am 06. August 2012
Der Film soll einfach unterhalten und nicht irgendeine spannende und, vor allen Dingen, logische Geschichte, wie "Asterix bei den Briten", erzählen. Der Film ist einfach nur zum Totlachen. Die Witze sind genial, alle Dialoge sind zum Schießen.
Mit "Asterix bei den Briten" und "Asterix und Kleopatra" ist das wohl einer der besten Asterix- Filme. Man sollte ihn aber von der Geschichte her nicht so ernst nehmen.
Hinweis: Rezensionen geben ausschließlich die Meinung des Autors wieder!

Rezension von X am 31. Januar 2010
Dass Cäsar am Ende abdankt ist ein, bei der deutschen Synchro nicht beachteter, Gag. In der französischen Version kommt von Obelix die Frage wie denn das hier alles möglich sei. Darauf antwortet Asterix, dass es sich doch nur um einen Zeichentrickfilm handelt. Damit ist das Ende auch geklärt wie es Obelix schafft, plötzlich wieder auf der Insel zu sein.
Hinweis: Rezensionen geben ausschließlich die Meinung des Autors wieder!

Rezension von Uwe am 30. März 2008
Ein Film, der so gar nicht zum übrigen Asterix-Universum passen mag. Das beginnt schon mit der Ausgangssituation, denn die Römer halten die Gallier plötzlich für „Götter“ und haben scheinbar vergessen, was ihnen schon seit dem ersten Asterix-Band bekannt ist – nämlich dass deren übermenschliche Kräfte von einem Zaubertrank stammen und nichts mit „göttlichen“ Eigenschaften zu tun haben.
Und schließlich stellt auch das Ende eine Art endgültiges Finale aller Asterix-Abenteuer dar: Cäsar dankt ab und die Gallier werden die Herrscher über Rom. Ob damals daraufhin Gerüchte aufkamen, Goscinny und Uderzo wollten die Asterix-Comic-Serie beenden?
Doch wenn man von diesen Merkwürdigkeiten absieht und den Film abseits der übrigen Asterix-Welt als eigenständiges Werk ansieht, kann man ihn als sehr gelungen bezeichnen.
Hinweis: Rezensionen geben ausschließlich die Meinung des Autors wieder!

Rezension von Biene am 16. Dezember 2007
Mein absoluter Lieblings-Asterix Film!
Ich finde dieser Film strotzt nur so vor genial-abstrusen Ideen! ("Elefant gefüllt mit Oliven", "dazu reichen wir Toast", das Haus das Verrückte macht, die U-Bahn die durchs Bild fährt, der Müll im Wald, die Truhe die Menschen verschluckt, die Gallier die als Götter "alles" machen können, Cäsar als Rentner ...um nur einige zu nennen)

Ich hab als Kleinkind sehr viel Spass an diesem Film gehabt und kann mich auch heute als Erwachsene noch sehr gut dabei amüsieren. Ich würde das Ende des Filmes nicht als Humbug bezeichnen, schließlich ist auch ein Trank der übermenschliche Kräfte verleiht Humbug!

Also so müssen wir echt nicht anfangen. Das Ende ist einfach total absurd aber dadurch eben so genial!
Hinweis: Rezensionen geben ausschließlich die Meinung des Autors wieder!

Rezension von Sebastian am 17. August 2004
Mies, mies, mies! Zeichnerisch zwar besser als die ersten beiden Verfilmungen, aber dafür von der Story und den Gags her dermaßen blöde, dass höchstens Kleinkinder noch Spaß daran haben können. Am ärgerlichsten ist vielleicht das vollkommen schwachsinnige Ende - wieso dankt Cäsar zugunsten von Majestix ab? Was für ein Humbug!
Hinweis: Rezensionen geben ausschließlich die Meinung des Autors wieder!

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